|
Grundlegende Schritte bei der Instrumentenaufnahme und Klangbearbeitung mit dem SInES Audio Recorder 1. Vorbereitung Ideal ist eine Aufnahme mit einem Messmikrofon im reflexionsarmen Raum (z.B. des Musikwissenschaftlichen Institut) oder zumindest in einem Raum mit einer möglichst trockenen Akustik. Achten Sie beim Anschluss des Messmikrons an das Audiointerface, dass die Phantomspeisung (48 V) eingeschaltet ist.
Die Aufnahme sollte in der Hauptabstrahlrichtung des Musikinstruments erfolgen, der Abstand zwischen Mikrofon und Instrument beträgt üblicherweise 1 m, bei leisen Musikinstrumenten kann dies auch sehr viel weniger sein. Im SInES Audio Recorder sind folgende Einstellungen besonders vorteilhaft für die Messung:
2. Mikrofon aktivieren & Kalibrieren Damit die Anwendung weiß, wie laut "laut" in der realen Welt ist, musst sie kalibriert werden. Klicken
Sie in der oberen Buttonleiste auf Kalibrierung
vorbereiten: Stecken Sie das Mikrofon in den Kalibrator und und schalten Sie ihn ein, indem Sie den Schalter am anderen Ende auf 94 dBSPL oder 114 dBSPL setzen. An der Membran des Mikrofons liegen dann 1000 Hz mit genau 94 oder 114 dBSPL an. Geben Sie im Feld "Reference tone" den am Kalibrator eingestellten Wert ein (z.B. 94). Geben Sie dann im Feld "Target" den Wert -6 ein. Das bedeutet, dass der laute Kalibrierungston bei -6 dBFS (kurz vor dem Maximum) in der digitalen Anzeige landen soll.
Stellen Sie mit Hilfe des Mikrofoneingangsreglers an Ihrem Audio-Interface den Pegel so ein, dass er in der Pegelanzeige bei -6 dB steht (bzw. beim von Ihnen im Feld "Target" eingegebenen Wert) und klicken Sie auf den Button "Calibrate".
Die Anwendung passt nun auch software-intern die Verstärkung so an, dass das Signal genau diesen Pegel erreicht.
3. Das Musikinstrument aufnehmen: Für eine saubere Dokumentation eines Instruments ist ein systematisches Vorgehen wichtig, bei dem alle erreichbaren Töne eines Instruments in mehreren Dynamiksufen aufgenommen werden (meist in pp, mf und ff). Klicken Sie
in der oberen Buttonleiste auf Die Pegelanzeige sollte sich dabei idealerweise im blauen Bereich bewegen und die 0 dB Grenze niemals überschreiten. Klicken Sie
nach dem Einspielen in der oberen Buttonleiste auf
4. Aufnahme optimieren/editieren Nach dem Stop erscheint die Wellenform der Tonleiter im Display.
Hier kann die Aufnahme optimiert werden: Zurechtschneiden
(Trim): Markieren Sie mit der Maus den Bereich in der Wellenform,
den Sie behalten wollen. Klicken Sie dann in der oberen Buttonleiste auf
Entrauschen (Denoise): Suchen Sie eine Stelle in der Aufnahme, an der nur das Hintergrundrauschen des Raums hörbar ist und markieren Sie diesen Bereich. Verschieben Sie mit dem "Noiseprint Shift" Regler die orange Kurve (= das Rauschprofil) in der Spektralanzeige so, dass sie die blaue Kurve (das Mittelwertspektrum) dahinter streckenweise überlappt (meist bei ca. +3 dB).
Klicken Sie
dann auf
Eine noch komfortablere Möglichkeit des Entrauschens bietet sich im SInES Spectral Editor.
Normalisieren:
Falls ohne Kalibrierung aufgenommen wurde oder die Aufnahme insgesamt
zu leise ist, hilft ein Klick auf Stummschalten
(Mute): Es
können Ausschnitte (z.B. Pausen zwischen einzelnen Klängen)
auch mit Hilfe des Buttons Undo:
Falls einer der Bearbeitungsschritte misslingt, kann mit Hilfe Buttons
5. Speichern Mit einem
Klick auf den Button
Grundlegende Schritte beim Schneiden/Nachbearbeiten der Aufnahme von Tonleitern u.ä. Klangserien mit dem SInES Sound Segmenter Der SInES Sound Segmenter bietet als Sample Slicer für die Nachbearbeitung von Klangserien eine große Unterstützung, indem er alle Töne in einer Reihe in einzelne Segmente zerlegt und sie (bzw. beim Download auch die Einzeldateien) direkt mit den einzelnen Tonnamen und Pegeln benennt. Daneben wird direkt eine Liste mit allen Grundfrequenzen, Tonhöhen, MIDI-Nummern und Pegeln für eine weitere Auswertung generiert.
1. Vorbereitung und Upload Klicken Sie
auf Klicken
Sie dann auf Sobald die Datei geladen ist, zeigt sich im Display eine blaue Hüllkurve des Pegels über die Zeit an sowie hell-orange Markierungen für die gefundenen Segmente.
2. Pegel & Kalibrierung (optional) Bei einer kalibrierten Aufnahme (z.B. mit dem SInES Audio Recorder) kann die Kalibrierung entsprechend übertragen werden, indem "dBSPL Level" angeklickt wird und die Kalibrierung des Messmikrofons eingegeben wird (z.B. -6 dBFS bei 94 dBSPL).
So können in der Tabelle (und später in den Dateinamen) die originalen Schallpegel eingetragen werden.
3. Segmentierung (Wann ist ein Klang ein Klang?) Mit drei Schiebereglern kann man einstellen, wo ein Ton anfängt und aufhört:
Der Sound Segmenter sucht für den Audioschnitt automatisch den "Nulldurchgang" (Zero Crossing), um Knacksgeräusche am Anfang und Ende der neuen Einzeldateien zu verhindern.
4. Automatische Tonhöhenerkennung Nach einem
Klick auf den Button
In der Tabelle
erscheinen neben der Klangdauer und dem Spitzenschallpegel dann auch der
Notenname (z. B. C4, D#5), die MIDI-Nummer, die Frequenz und die Abweichung
von der gleichschwebend temperierten Stimmung in Cents.
5. Normalisierung (optional) Bevor die Dateien gespeichert werden, lässt sich einstellen, ob/wie ihre Pegel angepasst werden sollen:
6. Download und Export: Die Audiodateien:
Die Dokumentation: Klicken
Sie auf
|