Spektrum editieren und entrauschen mit dem SInES Spectral Editor

1. Audio-Datei laden

Klicken Sie auf Select Source File (wav/mp3) und wählen Sie eine Audiodatei (*.wav oder *.mp3) von Ihrem Computer.

Im oberen Display wir dann klassische Wellenform (X-Achse: Zeit, Y-Achse: Amplitude) angezeigt, und darunter das Sonogramm: Hier ist auf der X-Achse die Zeit aufgetragen und auf der Y-Achse befinden sich die am Klang beteiligten Frequenzen. Je stärker diese im Spektrum vertreten sind, desto dunkler wird die jeweilige Stelle im Spektrum angezeigt.


Oszillogram (Wellenform-Anzeige) und Sonagramm des hochgeladenen Klangs

Defaultmäßig ist der Klangbeginn ausgewählt, d.h. ein oranges Markierungs-Rechteck befindet sich am Klanganfang.

 

2. Navigation & Zoom

Die Zoomfunktionen erlauben präzises Arbeiten und Navigieren im Spektrum:

Zeit-Zoom (Mausrad): Scrollen Sie mit dem Mausrad über der Wellenform oder dem Sonogramm, um in die Zeitachse hinein- oder herauszuzoomen.

Frequenz-Zoom (Mausrad): Wenn Sie die Umschalt-Taste (Shift) gedrückt halten und mit dem Mausrad im Sonogramm scrollen (oder mit dem Mausrad über der Frequenzskala scrollen), können Sie in den Frequenzbereich hinein- und hinauszoomen (z.B. um tiefe Brummtöne oder hohe Pfeiftöne besser zu erkennen).

Ausschnitt-Zoom: Markieren Sie mit der Maus einen Bereich im Spektrum und klicken Sie auf die Lupe mit dem Plus Zoom in(Zoom to Selection), um genau diesen Teil bildfüllend anzuzeigen. Mit der Lupe mit Minus-Symbol Zoom out setzen Sie die Ansicht zurück.

 

3. Die Auswahl-Modi (Werkzeuge)

Links unter dem Sonagramm können Sie im Dropdown-Menü "Set selection mode" wählen, wie Sie Bereiche im Klang markieren möchten:


Dropdown-Menü für den Auswahl-Modus

  • Rectangle: Markiert einen beliebigen Bereich im Spektrum mit einem Rechteck
  • Lasso (Freehand): Markiert einen Ausschnitt in beliebiger Form im Spektrum
  • Horizontal Line: Markiert eine horizontale Linie im Spektrum = eine bestimmte Tonhöhe
  • Time Range: Markiert den gesamten Frequenzbereich über eine beliebige Dauer.



4. Spektrales Editieren (Reinigen/Abschwächen/Verstärken etc.)

Sobald etwas im Sonagramm markiert wurde, kann es bearbeitet werden:

Mute / Attenuation/Amplification:
Mit dem orangen Schieberegler links können Sie den Pegel der Auswahl ändern:

  • Bei -96 dB wird das markierte Geräusch komplett "gelöscht".
    Der Button daneben ändert sich auf Mute
  • Bei -95 bis 0 dB wird das markierte Geräusch um den jeweilgen Pegel abgesenkt. Der Button daneben ändert sich zu Attenuate
  • Bei mehr als 0 dB wird das markierte Geräusch um den jeweilgen Pegel verstärkt. Der Button daneben ändert sich zu Amplify

Klicken Sie, nachdem Sie den Schieberegler entsprechend eingestellt haben, auf den Button daneben, um die gewünschte Verstärkung/Abschwächung auszuführen.

Normalize / Fade in / Fade out:
Sie können
die Auswahl auch mit dem Button Normalize im Pegel maximieren oder mit Fade in oder Fade out sanft ein- und ausblenden lassen.

Play (all / Selection / original):

Mit dem Button Play können Sie das bearbeitete Spektrum abspielen und über den Button Play Original mit dem ursprünglichen hochgeladenen Klang vergleichen.

Klicken Sie auf Play Selection, um nur den markierten Bereich (und nur die darin gewählten Frequenzen) isoliert zu hören.

Undo: Mit dem -Button können Sie bis zu 10 Schritte rückgängig machen

 

 

5. Denoising (Rauschentfernung)

Dies ist eine Funktion um in vier Schritten konstantes Hintergrundrauschen zu entfernen:


Entrauschen mit dem Noiseprint-Verfahren: im Spektrum wird eine Stelle markiert, an der nur Rauschen vorkommt, mit dem Noiseprint-Shift-Regler wird das Rauschprofil einige dB angehoben und mit einem Klick auf den Denoise-Button entrauscht.

1. Noise-Print finden: Suchen Sie eine Stelle in der Aufnahme, an der nur das Rauschen zu hören ist (keine Sprache/Musik) und markieren Sie diesen Bereich.

2. Kurve prüfen: Im Diagramm unten sehen Sie nun eine orangefarbene Linie. Das ist das Geräuschprofil = der spektrale "Fingerabdruck" des Rauschens.

3. Threshold anpassen: Mit dem Schieberegler "Noiseprint Shift" können Sie die orange Linie leicht d.h. wenige dB über das Rauschen heben. Es überlappt dann an einigen Stellen die blaue Kurve, die das Mittelwertspektrum des Gesamtklangs darstellt.

4. Denoise: Klicken Sie auf den Denoise-Button. Das Tool filtert nun die gesamte Datei basierend auf diesem spektralen Fingerabdruck.


Das gleiche Spektrum nach dem Entrauschen

Mit den oben beschriebenen Auswahlwerkzeugen und dem Mute-Button lassen sich die verbliebenen Reste entfernen, so dass man am Ende ein komplett gereinigtes Spektrum hat.


Komplett gereinigtes Spektrum.

 

6. Speichern & Export

Mit dem Button Save Wav können Sie das bearbeitete Spektrum als wav-Datei speichern.

über den Button kann das Mittelwertspektrum sowie das Rauschprofil als Excel-Daten exportiert werden.